Ausstellung: Leben am seidenen Faden. Fluchtschicksale zwischen Wien und Gent

Datum:
Ort: Zentrum für Translationswissenschaft – 4. Stock Universität Wien Gymnasiumstraße 50 1190 Wien.
Add to personal calendar

Für Menschen, die als einzige Alternative zu übermäßiger Diskriminierung fliehen müssen, wird ein Leben im Exil die neue Wirklichkeit. 1940 halten sich etwa 15 österreichische, hauptsächlich aus Wien stammende, jüdische Flüchtlinge in der belgischen Stadt Gent auf, ein Bruchteil ihrer mehr als 1.100 jüdischen Landsleute in Antwerpen. In dieser Ausstellung treten die eindringlichen Geschichten von Martha Geiringer, Edith Stern und Kurt Tutter in den Vordergrund. Vor dem Hintergrund dieser tragischen Zeit haben ihre Ankunft und ihr Aufenthalt in Gent sowie die Solidaritätsaktionen der Genter Bevölkerung einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen. Diese Ausstellung stützt auf drei Säulen: Geschichte, Erinnerung und Entdecken, und basiert auf die Forschungsarbeit von Marc Verschooris aus Gent. (Aus: ‘Marthas rot-blaues Labyrinth’, erscheint im Mai 2022.)

Eine der hervorgehobenen Geschichten ist die der Familie Tutter. Kurt Yakov Tutter wurde 1930 in Wien geboren und floh während des Holocausts über Belgien nach Kanada, wo er heute noch immer lebt. Er ist der Initiator der Shoah-Namensmauer, des Denkmals zur Erinnerung an die 65.000 ermordeten österreichischen Juden, das am 9. November 2021 im Wiener Ostarrichipark enthüllt wurde.

Zur Vorbereitung der Ausstellung haben Deutschstudierende der Universität Gent mit Studierenden der Universität Wien zusammengearbeitet. Die Ausstellung wird am 17. März um 17:00 Uhr eröffnet und läuft bis November 2022. Am Eröffnungstag wird eine Führung von den Studierenden eingerichtet.

Wenn Sie gerne zur Eröffnung kommen, wird um Anmeldung bis 15.03.2022 gebeten über die Webseite: Leben am seidenen Faden.

Eintritt ist frei.

Mit der Unterstützung der Generaldelegation von Flandern in Wien
 

Familie Tutter.png
Familie Tutter