Ausstellung: Ordnung : Unordnung, u.a. mit Jesse Willems

Datum:
Ort: zs art galerie, Westbahnstraße 27-29, 1070 Wien
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Wenn man davon ausgeht, dass Kreativität "Abweichen von der Norm ist“, dann beinhält diese These schon eine weitere – nämlich: erst das Unterbrechen einer Ordnung gibt dem Werk Spannung, Esprit. Ordnung, bloß der Ordnung wegen, ist fad. Erst wenn Unvorhersehbares den Rhythmus der Ordnung unterbricht, wird die Ordnung interessant.
 
Marie-France Goerens schöpft ihre Konzeptkunst aus festgelegten Parametern, um möglichst nonkonformistische Ergebnisse zu erzielen. Den geradezu gegensätzlichen Standpunkt nimmt Viktor Hulik mit seinen Werkszyklen ein. Er konstruiert aus gleichen geometrischen Formen (wie Kreis, Quadrat oder Dreieck) seine Wandobjekte, deren Teile großteils verdrehbar sind. Dadurch bricht er das rhythmische Muster und schafft paradoxe individuelle Unordnungen. Indem Jesse Willems Fragmente geometrischer Flächen zueinander komponiert, vermitteln seine Werke Ordnung wie Unordnung zugleich. Was alle drei Positionen eint, ist die Harmonie, die im bewussten Aufbrechen von Ordnung entstand.

Jesse Willems:
1984 geboren in Antwerpen, Belgien
Lebt und arbeitet in Brüssel
Preise: 2017    Marc Meulemans award
Zahlreiche Ausstellungen in Antwerpen, Gent, Brüssel, Kinshasa-Botschaft von Belgien ("Barak Friture"), München, Knokke
 

Foto: Another day of sunshine, Jesse Willems - 2021, Collage, 61 x 79,5 cm

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Another day of sunshine, Jesse Willems