Performance: "Akal", Radouan Mriziga

Datum:
Ort: Tanzquartier Halle G, Museumsquartier, 1070 Wien
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„Akal“ (tamazight für Erde) ist das dritte Stück einer Trilogie, in der Radouan Mriziga sich von den Erkenntnissen der Imazighen, dem indigenen Volk Nordafrikas, inspirieren lässt. Deren mündliche Kultur wurde jahrhundertelang ignoriert, aber für Mriziga enthält sie den Keim für eine neue Zukunft. Im Mittelpunkt jedes Teils der Trilogie stehen mythologische Frauenfiguren, die die Kultur der Amazigh verkörpern und schützen.

Gemeinsam mit der ruandischen Choreografin, Tänzerin und Sängerin Dorothée Munyaneza zelebriert Mriziga in "Akal" die Kraft der altägyptischen Göttin Neith, die mit Geburt und Tod assoziiert wird und die Seelen der Toten in die Unterwelt führt. Rituale, traditionelle Tänze, Architektur, Geschichtenerzählen, Gesang, Poesie, Rap: In "Akal" kommt alles in einem intimen choreografischen Raum zusammen und eröffnet einen Blick auf eine unterdrückte Vergangenheit, der von einer inklusiveren Zukunft träumen lässt.

Mehr informationen: Radouan Mriziga: Akal - Tanzquartier Wien (tqw.at)

Radouan Mriziga (Marokko, 1985) absolvierte Tanzkurse in Marrakesch und Tunesien und setzte seinen Weg bei P.A.R.T.S. in Brüssel fort. Seit 2014 wird er vom Nomadic Arts Centre Moussem unterstützt. Radouan ist im Kaaitheater bereits mit dem Solo 55 (2014) und mit den Gruppenarbeiten 3600 (2016) und 7 (2017) aufgetreten - drei Performances, in denen er die Beziehung zwischen Tanz und Architektur erforscht und den Menschen als einen Balanceakt zwischen Intellekt, Körper und Geist darstellt. Seit 2019 hat Mriziga eine Trilogie von Werken entwickelt, die von der Kultur und der Geschichte der Amazigh, der Ureinwohner*innen Nordafrikas, inspiriert ist. Von 2017 bis 2021 war er Artist in Residence am Kaaitheater in Brüssel, von 2021 bis 2025 ist er Artist in Residence bei deSingel in Antwerpen.
 

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